Afrika der hoffnungsvolle Kontinent

Ein Kontinent modernisiert sich in atemberaubendem Tempo.

Es ist eine junge, unternehmerisch geprägte Generation, die den Kontinent erfolgreich verändert.

Hier eines der vielen Beispiele:
Clarisse Iribagiza war 22 Jahre alt, als sie ihr Untrnehmen gründete. Mit 24 gewann sie eine Start-up-Castingshow, die sie in ganz Ostafrika berühmt machte. Sie gehörte zu Ruandas Wirtschaftsdelegation. Mit 27 listete „Forbes Africa“ Iribagiza als eine der Besten. Mit 31 machten die Vereinten Nationen sie zur E-Commerce-Botschafterin für Entwicklungsländer. Heute ist sie 34 Jahre und eine der berühmtesten Software-Unternehmerinnen Afrikas.

Das knapp zwölf Millionen Einwohner zählende Ruanda löst in Europa vor allem Erinnerungen an die 1990-er Jahre aus. Es hat sich aber seither dort sehr viel getan. Die Regierung hat systematisch in die Infrastruktur investiert. Das Bruttoinlandsprodukt hat sich vom Jahr 2000 bis 2015 mehr als vervierfacht. Als eines der ersten Länder der Welt hat Ruanda im Jahr 2008 Plastiktüten verboten. Und seit in der Hauptstadt Kigali ein Mülltrennsystem eingeführt wurde, gilt die Metropole als die sauberste Stadt Afrikas.
 
Hier ein weiteres Beispiel: Safaricom, ein Joint Venture zwischen Vodacom und der staatlichen kenianischen Telekom, hat im Jahr 2007 das erste formelle mobile Bezahlsystem eingeführt: M-Pesa. Heute gibt es allein im östlichen Afrika 24 mobile Zahlungsdienstleister. Die Möglichkeit, Telefonguthaben von einem Gerät auf ein anderes zu übertragen, wurde massenweise nachgefragt. Die Menschen aus der Stadt kauften Gesprächsminuten für auf dem Land lebende Angehörige. Und sie bezahlten damit die Einkäufe auf dem Markt. Die Telefonanbieter hatten – bewusst oder unbewusst – ein neues Zahlungssystem geschaffen.
Dagegen steht das mobile Bezahlen in Europa noch am Anfang.
64 Prozent aller weltweiten Mobile-Transaktionen fanden im Jahr 2020 in Afrika statt. Und jeden Tag verbinden sich auf dem Kontinent mehr als 90.000 neue Kunden zum ersten Mal mit dem Internet.
Afrika überspringt die Ära der Sparbücher, Schecks und Überweisungsträger. Es holt Jahrzehnte auf, in Jahren.
 
Digitale Kommunikation und die städtische Mittelschicht sind die entscheidenden Faktoren für den Fortschritt in Afrika! In einer Umfrage in elf Ländern kam die südafrikanische Standard Bank auf einen Anteil von 14 Prozent der Haushalte, die mehr als 5.500 Dollar jährlich verdienen. 
Die Entwicklung der Region südlich der Sahara hat bis 2015 vor allem in den Rohstoff produzierenden Ländern stattgefunden. Nigeria, die größte Volkswirtschaft des Kontinents mit fast 220 Millionen Einwohnern, hat einen bedeutenden Anteil daran. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes hat sich im genannten Zeitraum vervierfacht. Die Hauptstadt Lagos hat sich zu einem dynamischen Finanz- und Geschäftszentrum entwickeltn. In den Studios in „Nollywood“, werden mehr Filme produziert als in den USA.

Die ostafrikanischen Länder wie Kenia, Tansania oder Uganda haben seit dem Jahr 2000 ihre Pro-Kopf-Einkommen verdoppelt. Die drei ostafrikanischen Nationen sind Teil einer Ländergruppe, der auch Äthiopien, Ghana, Senegal und Benin angehören. In all diesen Staaten hat ein Wandel stattgefunden, ist Neues entstanden, was die Wirtschaft des Kontinents in Zukunft prägen wird – auch wenn sich das Wachstum fast überall zuletzt verlangsamte.

Die fortschreitende Digitalisierung wird das Leben der Menschen auch in den entlegensten Regionen der Welt verändern.

Am bedeutendsten ist wohl, dass eine neue Generation herangewachsen ist, die offen ist und am Weltgeschehen ebenso teilnimmt wie ihre Altersgenossen in Europa, Asien, Lateinamerika oder den USA.

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